Klassische Musik und mehr als MP3

Tipps und musikalische Empfehlungen

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Wer an Weihnachten gerne Weihnachtsmusik hört und nicht unbedingt “Last Christmas” rauf und runter hören will, der kann auch ganz klassisch ein Weihnachtsoratorium hören. Der absolute KLassiker ist und bleibt natürlich:



Das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach ist und bleibt wunderschön. Diese Aufnahme besticht durch gute Solisten und einen sehr guten Preis.

Die Solisten sind in der Tat ausgezeichnete Kräfte, Klaus Mertens zum Beispiel ist hier überzeugender als einen Fischer-Dieskau. Die Solisten sind also allesamt wirklich sehr gut, und verbreiten doch irgendwie nicht den Adventsglanz, der sich bei anderen Aufnahmen einstellt. Ein Punkt ist auffällig: das Tempo. Niemand will die behäbigen Tempi eines Karl Richter, aber das Weihnachtsoratorium im Eiltempo wirkt manchmal etwas zu gehetzt. Aber noch (!) im Rahmen, mir persönlich ist das lieber als langgezogene und langatmige Interpretationen.

Und als Weihnachtsgeschenk sicher eine nette Sache. Wer übrigens noch auf der Suche ist nach Weihnachtsgeschenken kann ja mal einen Blick hier hin werfen, da findet man ganz gute Ideen, und vielleicht ließe sich so ein digitaler Bilderrahmen nicht nur mit persönlichen Fotos bestücken, sondern auch gleich mit der passenden Hintergrundmusik?

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Der US-Amerikanische Arrangeur Ward Swingle hat 1963 aus zwei Sopranistinnen, zwei Altistinnen, zwei Tenören und zwei Bässen aus Frankreich ein Oktett zusammengestellt. Dazu kam noch der Kontrabassist Pierre Michelot und der Schlagzeuger Gus Wallez. Was dabei herauskommt ist ebenso bemerkenswert wie hörenswert.

Es ist eine Art Klassik-Jazz Mischung oder neudeutsch “Crossover”, die Johann Sebastian Bach in neuem Licht erstrahlen lässt. Die Swingle Singers verleihen den klassischen Stücken richtig – wie der Name Swingle schon sagt – Swing! Und ja, Bach kann auch Swing! Und er swingt gut. Und je nach Stück, ist es mal eher getragen und ruhig vorgetragen und manchmal mit so viel Dynamik und Elan, dass man zweimal hinhören muss um unter den Jazz-Rhythmen den lieben Herrn Bach herauszuhören.

Die Aufnahmequalität ist trotz fortgeschrittenen Alters der Aufnahme sehr ordentlich, angenehm transparent und räumlich und schönem vollem Bass.

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Kommenden Freitag den 2.4.2010 wird pünklich zu Ostern bzw. am Karfreitag die Matthäus Passion von Johann Sebastian Bach gespielt. Mittags um 14.00 Uhr spielt das Bach Collegium München, der Münchner Bach-Chor und mit Unterstützung des Jugendchors des Münchner Bach Chors unter Leitung von Hansjörg Albrecht. Albrecht übernimmt nicht nur die Leitung sondern spielt auch Cembalo.

Philharmonie, before Keith Jarrett's solo concert
Creative Commons License photo credit: Olivier Bruchez

Die Matthäus Passion ist eines der berühmtesten Werke von Johann Sebastian Bach. Und den spannenden Tenor-Solo-Part übernimmt Daniel Johannsen. Der junge Tenor aus Wien in Österreich (Jahrgang 1978) studierte nach seiner Ausbildung zum Kirchenmusiker an der Wiener Musikuniversität Gesang bei Margit Fleischmann Klaushofer und Lied und Oratorium bei Robert Holl.

2002 erreichte er den zweiten Platz beim 13. Internationalen Johann Sebastian Bach Wettbewerb in Leipzig und war dort auch gleichzeitig der jügste Finalist. Das Konzert verspricht in jedem Fall ein sehr gutes zu werden und ich werde nach dem Konzert genauer darüber berichten.

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Die Johnnes Passion von Johann Sebastian Bach. Ein Meisterstück klassischer Kompositionskunst, das nahezu alle Jahre wieder in den Bestsellerlisten auftaucht. Dieses Mal bin ich über die Interpretation und Aufnahme des Münchner Bach Orchesters von 1964 gestolpert, die aktuell in der Liste bei Amazon im Klassik MP3 Bereich ganz oben dabei ist.

Karl Richters leitet diese Aufnahme und Richter ist mit dem Namen Johann Sebastian Bach nahezu untrennbar verbunden. In dieser Aufnahme sing der Bach Chor gemeinsam mit dem Bach Orchester, wie von Karl Richter gewohnt, serh romantisch-dramatisch. Viele Fachleute halten mittlerweile die Interpretationen von Richter in Bezug auf Bach für veraltet, aber dennoch empfinde ich dass dies klassischen Einspielungen von Karl Richter auch heute noch etwas Besonderes haben. Sie transportieren deutlich mehr Gefühl als die “modernen” und technischen Interpretationen aktueller Dirigenten. Das ist bei vielen Bach-Stücken der Fall, bei der Johannes Passion, also dem vertonten Leidensweg Christi ist das aber von zentraler Bedeutung für das Werk.

Das bach Orchester und der Münchner Bach Chor tun mit Ihrer hohen Klangqualität ein übriges dazu, dass diese Aufnahme besonders ist. Bei den Solisten muss man allerdings auch zur Kenntnis nehmen, dass man solche Stimmen heutzutage in dieser Form nicht mehr bevorzugen würde. Sie sind für den heutigen Geschmack zu dick, zu träge und mit zu viel Vibrato in der Stimme. Das war in den 60er Jahren gefragt und passt auch zur Interpretation von Richter, für unsere Ohren jedoch ist es zumindest gewöhnungsbedürftig.

Die Solisten im Einzelnen sind aber auch keine unbekannten so singt Hermann Prey beispielsweise den Jesus. Ich kann nur jedem Empfehlen, bei Amazon direkt in diese Aufnahme  hinein zu hören und selbst zu entscheiden, ob man diese Aufnahme von Johann Sebastian Bachs Johannes Passion in seiner Sammlang haben möchte.

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Der deutsche Pianis Andreas Staier liefert hier eine hörenswerte Vorstellung. Das hier vorgetragene Klavierwerk von Johann Sebastian Bach besticht durch seine barocke Variationskunst, die Andreas Staier perfekt umsetzt. Das Stück ist hingebungsvoll vorgetragen, die Aufnahmequalität sehr gut und der “Verlust” durch die Komprimierung ins MP3 Format durch die hohe Bitrate von Amazon nicht hörbar und vermutlich nicht mal messbar.

Diese aktuelle Einspielung ist soeben im Handel erschienen und auf jeden Fall einen zweiten Blick wert. Einfach auf der Amazon Seite einmal die Auszüge anhören, das sollte in jedem Fall reichen um einen Eindruck dieser guten Interpretation zu bekommen.

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Diese Zusammenstellung ist in sich sehr stimmig. Die Berliner Philharmoniker spielen die Stücke sehr gefühlvoll und mir persönlich gefällt die Interpretation sehr gut. Die Angabe der Solisten Alan Civil (Horn) und Adolf Scherbaum (Trompete) überzeugen, zeigen aber auch, dass die Aufnahe doch schon etwas älter ist. Geleitet wurde die Einspielung von Herbert von Karajan. Vermutlich hat heir die Deutsche Grammophon bzw. Universal Music alte Stücke neu zusammengestellt, bearbeitet und digitalisiert.

Die Qualität ist aber trotzdem sehr ordentlich und auf jeden Fall hörenswert. Johann Sebastian Bach hat die Brandenburgischen Konzerte (6 Stück, BWV 1046–1051) ursprünglich für den Markgrafen Christian Ludwig von Brandenburg-Schwedt (1677–1734) komponiert, den Bach im Winter 1718/1719 in Berlin kennengelernt hatte.
Insofern passen die Stücke gut zu den Berliner Philharmonikern.

Die brandenburgischen Konzerte sind nicht zu Unrecht sehr bekannte und populäre Werke Bachs. Sie sind musikalisch sehr abwechslungsreich gestaltet, Bach hat in jedem Teil andere Instrumente oder Instrumenengruppen in den Vordergrund gestellt.

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99 mal Johann Sebastian Bach für unter 10 €? Kann das überhaupt etwas taugen? Kann man das überhaupt anhören und genießen? Kurz: Ja, man kann.

Zugegeben, man findet unter den 99 Stücken nur wenige absolute Top-Einspielungen oder besonders herausragende Interpretationen, aber für weniger als zehn Euro lohnt sich diese Anschaffung in jede Fall. Es ist ein interessanter Streifzug durch alle Highlights, die Bach in seiner Wirkungszeit zu Papier gebracht hat. Wenn man diese Auswahl so durchhört bekommt man Lust auf mehr. Mehr Bach. Mehr Kontrapunkt. Mehr klassische Musik.

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