Klassische Musik und mehr als MP3

Tipps und musikalische Empfehlungen

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Ein nicht ganz eindeutig belegtes, aber oft genutztes Zitat von Edvard Grieg lautet:

„Meine Musik wird zweifellos in hundert Jahren in Vergessenheit geraten sein; und doch meine ich, ich habe meine Zeit nicht für eine Musik verschwendet, die Millionen von Menschen in allen aufgeklärten Ländern erfreut hat. [...] Ich erhebe keinen Anspruch zur Klasse eines Bach, Mozart und Beethoven zu gehören. Ihre Werke sind ewig, während ich für meine Zeit und Generation schrieb.“

Griegs größte Bedeutung liegt in der Klavier- und Kammermusik. Seine fast lyrischen Stücke sind in der Hausmusik noch heute weit verbreitet. Von seinen Orchesterwerken sind vor allem die beiden Peer-Gynt-Suiten bis heute sehr beliebt und bekannt.

Die Besonderheiten der Norwegischen Landschaft hat Edvard Grieg in seinen Peer-Gynt-Sonaten vertont. Helle Sommernächte und Polarlichter im Winter. Aber auch die Bergmassive mit ihren Gletschern, bunte Fjorde, Urwälder und Sandstrände ohne Ende. All das hat Edvard Grieg inspiriert und er sagte selbst “Norwegische Natur, norwegisches Volksleben, norwegische Geschichte und norwegische Volkspoesie in Tönen zu malen, steht für mich als eine Aufgabe, in der ich glaube, etwas leisten zu können.”

Ibsen und Grieg hatten sich 1866 in Rom kennengelernt. Ibsen arbeitete damals an dem dramatischen Gedicht “Peer Gynt” nach der Vorlage norwegischer Märchen von Peter Christen Asbjørnsen. Nachdem das Gedicht bereits erfolgreich verbreitet wurde plante Ibsen ein Theaterstück daraus zu erstellen und beauftragte Edvard Grieg mit der Komposition der dazu passenden Musik.

Suite No. 1:

  • Morgenstimmung (Allegretto pastorale)
  • Åses Tod (Andante doloroso)
  • Anitras Tanz (Tempo di Mazurka)
  • In der Halle des Bergkönigs (Alla marcia e molto marcato)

Suite No. 2:

  • Der Brautraub – Ingrids Klage (Allegro furioso-Andante doloroso)
  • Arabischer Tanz (Allegretto vivace)
  • Solvejgs Wiegenlied (Lento)
  • Peer Gynts Heimkehr (Allegro agitato)
  • Solvejgs Lied (Andante-Allegretto tranquillamente)

Die Morgenstimmung, der erste Satz der Peer-Gynt-Suite Nr. 1, wird in Werbung (z.B. AEG, Rama), Film und Fernsehen so oft genutzt, dass die Morgenstimmung zu den bekanntesten klassischen Melodien gehört, auch wenn dieser Ruhm ja, dank Werbung eher die schöne Melodie abstumpfen lässt.

Zu dieser konkreten Aufnahme bleibt noch zu sagen, dass die Einspielung sehr gut gelungen ist, die Interpretation gefällig ist ohne groß aufzufallen und die Aufnahmequalität über jeden Zweifel erhaben ist. Die verschiedenen Instrumente sind klar und sehr differenziert heraus zu hören und verschwimmen auch in lauten Passagen nicht zu einem großen intransparenten Brei. Und die Konvertierung in das hochwertige MP3 Format bei Amazon hat die Qualität ebenfalls nicht hörbar beeinträchtigt. Nicht nur für Fans der Romantik ein echter Kauftipp. Und neben den wichtigsten Stücken der Peer Gynt Suiten sind Teile der Holberg Suite und “etc.” dabei. Und das ganze für unter 5 €!


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Anne-Sophie Mutter Spielt auf diesem Album Brahms Violinsonaten mit Klavierbegleitung. Das Album erschien am 12. März 2010 und ist seit dem sehr erfolgreich in den Klassik-Charts. Seit heute gibt es das Album auch als MP3 Version bei Amazon.

Auf der CD bzw. dem MP3 Album sind 3 Violinsonaten von Johannes Brahms:

* op. 78 »Regenlied-Sonate«
* op. 100 »Thuner Sonate«
* op. 108

Anne-Sophie Mutter wird am Klavier begleitet von Lambert Orkis.

Kurz nach Veröffentlichung der CD hat Anne-Sophie Mutter einige Konzerte aus dieser Reihe gegeben, die von allen Kritikern und den Kritiken sehr gelobt wurden.

Denn gerade weil die Violinkonzerte von Johannes Brahms ja schon 1000x gespielt und interpretiert wurden, bedarf ein Auftritt von Mutter, der vorzeige Glamour-Geigerin, irged etwas besonderes um so gelobt zu werden. Und Anne-Sophie Mutter geligt das hier bei dieser Aufnahme genauso gut wie in den Konzerten dieser Reihe. Sie spielt mit einer wogenden Eleganz, schmiegt sich in den gefälligen Tönen der Brahmschen Musik nur um plötzlich daraus auszubrechen und sich in extatische Dynamiken zu spielen.

Diese Aufnahme ist also auf jeden Fall einen Blick oder ein “Gehör” wert, selbst wenn man vielleicht bereits eine andere Version von Brahms Violinkonzert im Regal oder der MP3 Sammlung hat.

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Am 05.06.2010 gibt der Chor des Bayerischen Rundfunks das letzte Konzert der Spielzeit 2009/2010 im Prinzregententheater. Das Konzert findet statt unter der Leitung von Michael Gläser, die Solopartien singen Michaela Kaune (Sopran) und Michael Volle (Bariton). Besonders Michael Volle dürfte dem Münchner Publikum bekannt sein, er sang erst vor kurzem auch in der Münchner Philharmonie.

Das Deutsche Requiem von Johannes Brahms ist eines seiner bekanntesten und beliebtesten Werke und man darf auf die Interpretation des BR-Chors und von Michael Gläser gespannt sein. Klavier spielen Yann Ollivo und Max Hanft. Beides gute und erfahrene Pianisten. Insgesamt düfte dieses Abschlusskonzert ein schönes und gefälliges Konzert werden, man darf sich auf jeden Fall auf Brahms und sein Deutsches Requiem freuen.

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Heute war ich wieder einmal im Gasteig in der Philharmonie und habe ein sehr schönes Konzert genießen dürfen. Geleitet wurde dieses Konzert von Christopher Hogwood. Es bestand aus 3 Teilen:

1. Ruy Blas von Felix Mendelson Bartholdy, Konzertouvertüre
Ein schöner Einstieg, sehr gefällig interpretiert, vor allem der fetzige Stil des Dirigenten Hogwood hat mir gefallen.

2. Sinfonica Concertante von Bohuslav Martinu
Martinu verbindet Elemente moderner 12-Ton Musik mit klassischen slawischen Volksliedern und die Mischung ist sehr interessant, wenngleich kompositorisch nicht so eingängig wie große Meister. Mir persönlich waren die Motive nicht immer ganz schlüssig. Trotzdem waren hier vor allem die Solisten sehr gut, z.B. Sreten Kristic (Violine) oder Ulrich Becker (Oboe).

3. Missa in Tempore belli oder die Paukenmesse von Joseph Haydn
Ich habe schon lange kein großes Chorwerk mehr gehört in der Philharmonie, dieses war aber wirklich absolute Spitzenklasse. Vor allem der Bariton, Michael Volle war hervorragend. Gegen sein Stimmvolumen ist der Tenor, der sicher auch nicht schlecht war, kaum angekommen. Und der Philharmonische Chor München hat mit gut 40 Sängerinnen und Sängern sehr gut und sauber und vor allem klar gesungen.

Diese Version hier von der Paukenmesse ist auch emphelenswert, das Live-Erlebnis von heute kann man damit aber nur bedingt nachvollziehen.

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The 99 Most Essential Brahms Masterpieces (Amazon Exclusive)

99x Brahms für nur 7€? Kann das gut gehen? Amazon versucht aktuell anscheinend, günstige Klassik-Hits zu einem preiswerten Paket zu verkaufen. Natürlich ist die Qualität der einzelnen Stücke vielleicht etwas durchwachsen, aber im großen und ganzen sind die meisten Stücke doch sehr gute Einspielungen auch mit namhaften Dirigenten und Ensembles.

Die Tonqualität ist durch die bank sehr gut, für 7€ muss man noch nicht einmal Brahms-Fan sein, um sich diese Zusammenstellung zu kaufen. Johannes Brahms ist als Vertreter der Romantik allerdings auch sehr gut anzuhören und man findet über diese Zusammenstellung guten Eingang ind die typischen Züge der Romantik.

Allerdings sollte man beim Download von Amazon bedenken, dass man (zumindest ohne Hilfe des sehr guten Kundenservices) nur einen Versuch hat, die Sammlung herunterzuladen. Wenn dann währen des Downloads z.B. der Laptop in den Standby Betrieb geht, ist der Download nicht komplett abgeschlossen und die Hälfte der Stücke fehlt noch. Aber wie gesagt, hier hilft der Kundenservice von Amazon sehr schnell und gut. Aber der Download von 99 Stücken mit 256kbit dauert eben auch seine Zeit.


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