Klassische Musik und mehr als MP3

Tipps und musikalische Empfehlungen

Browsing Posts in Wiener Klassik

Am Dienstag, den 23.3.2010 spielt das Orchestra di Padova e del Veneto, ein bekanntes Italienisches Orchester aus der Gegend von Venetien ein sehr interessantes Konzert. Dabei stehen mit Mozart und Haydn die wichtigsten Vertreter der Wiener Klassik im Mittelpunkt.

Die beiden Klassischen Stücke werden begleitet zwei Zeitgenossen der Winer Klassik, Joseph Martin Kraus und Kraus wurde auch als “schwedischer Mozart” betitelt. Ignaz Pleyel war sogar Schüler von Joseph Haydn.

Die Solopartien werden gespielt vom Violinisten Gabriel Adorjan, der seit 2001 in Berlin als 1. Konzertmeister im Orchester der komischen Oper engagiert ist. Die Leitung des Konzerts übernimmt Reinhard Goebel.

Die Details zu diesem interessanten Konzert:

23.03.2010, 20.00 Philharmonie Gasteig
Violine: Gabriel Adorján
Orchestre di Padova e del Veneto
Leitung: Reinhard Goebel

Josef Martin Kraus
Sinfonie C-Dur con Violino obligato für zwei Flöten, zwei Hörner, Violine solo und Streicher
Ignaz Pleyel
Konzert D-Dur (Ben 103, 2. Fassung) für Violine und Orchester
Joseph Haydn
Sinfonie G-Dur Nr. 88 Hob: I:88
Wolfgang Amadeus Mozart
Sinfonie, B-Dur, KV 319

VN:F [1.9.13_1145]
Rating: 5.0/5 (1 vote cast)

Wolfgang Amadeus Mozart. Zu diesem Komponisten muss man eigentlich nicht viele Worte verlieren. Ein paar Eckdaten möchte ich hier aber trotzdem gerne erwähnen. Der in Salzburg geborene Komponist der Wiener Klassik gehört weltweit zu den bekanntesten Komponisten und genoss diesen Status – im Gegensatz zu vielen anderen Komponisten – bereits zu Lebzeiten einen Kultstatus.

Unter heutigen Gesichtspunkten würde man die exzessive Förderung und Forderung seines Vaters sicherlich kritisch betrachten. Mozart wurde schon mit 4 Jahren als intensiv von seinem Vater ausgebildet und früh – heute würde man sagen- vermarktet. Die Vermarktung von Wolfgang war für damalige Verhältnisse sehr professionell und de Status “Wunderkind” hing Mozart lange nach.

Wähernd er zu Beginn unter den Fittichen seines Vaters gemeinsam mit seiner Schwester “Nannerl” auftrat, konnte er später einen eigenen Weg finden.

Mozarts Kompositionen bestechen bis heute durch ihre Klarheit und leichte Eleganz. Er schafft es wie kaum ein anderer Komponist, auch intensive, ja gar laute und mächtige Passagen eines Werkes trotzdem leicht und spannend zu gestalten.  Diese fertigkeit nutzte er auch als Konzertmeister in Salzburg von 1772 bis 1777 wo er auch sein erstes Klavierkonzert schuf. Aber auch Mozart war eine kurze Zeit lang arbeitslos und ersuchte 1777 am bayerischen Herzog-Hof in München eine Stelle, die ihm aber verwehrt blieb.

Wichtige Werke waren natürlich auch Opern wie die Zauberflöte oder Cosi fan Tutte. Für mich mindestens genauso interessant ist natürlich das Mozart-Requiem aus dem Jahr 1791. Dieses späte Werk Mozarts ist viel diskutiert auch weil er dann sehr früh verstarb. Süßmayr hat hier unterstützt, ebenso Eybler, die dieses Werk nach seinem Tod vervollständigten. Diese Einspielung hier ist ein sehr gelungenes Werk und kann für den günstigen Preis von nur 3,79€ absolut empfohlen werden.

  • Besetzung: Les Arts Florissants, Anna Maria Panzarella, Christoph Prégardien, Nathalie Stutzmann, Nathan Berg
  • Leitung: William Christie

VN:F [1.9.13_1145]
Rating: 5.0/5 (3 votes cast)

Heute war ich wieder einmal im Gasteig in der Philharmonie und habe ein sehr schönes Konzert genießen dürfen. Geleitet wurde dieses Konzert von Christopher Hogwood. Es bestand aus 3 Teilen:

1. Ruy Blas von Felix Mendelson Bartholdy, Konzertouvertüre
Ein schöner Einstieg, sehr gefällig interpretiert, vor allem der fetzige Stil des Dirigenten Hogwood hat mir gefallen.

2. Sinfonica Concertante von Bohuslav Martinu
Martinu verbindet Elemente moderner 12-Ton Musik mit klassischen slawischen Volksliedern und die Mischung ist sehr interessant, wenngleich kompositorisch nicht so eingängig wie große Meister. Mir persönlich waren die Motive nicht immer ganz schlüssig. Trotzdem waren hier vor allem die Solisten sehr gut, z.B. Sreten Kristic (Violine) oder Ulrich Becker (Oboe).

3. Missa in Tempore belli oder die Paukenmesse von Joseph Haydn
Ich habe schon lange kein großes Chorwerk mehr gehört in der Philharmonie, dieses war aber wirklich absolute Spitzenklasse. Vor allem der Bariton, Michael Volle war hervorragend. Gegen sein Stimmvolumen ist der Tenor, der sicher auch nicht schlecht war, kaum angekommen. Und der Philharmonische Chor München hat mit gut 40 Sängerinnen und Sängern sehr gut und sauber und vor allem klar gesungen.

Diese Version hier von der Paukenmesse ist auch emphelenswert, das Live-Erlebnis von heute kann man damit aber nur bedingt nachvollziehen.

continue reading…

VN:F [1.9.13_1145]
Rating: 4.7/5 (3 votes cast)

Das Bach Colleqium München hat am 27.01.2010 in der Münchner Philharmonie im Gasteig einige Highlights aus Mozarts Kompositionen gespielt. Die Philmarmonie war leider nicht sehr gut besucht, obwohl man sogar die hinteren Blöcke gesperrt hatte.

Doch das macht dieses klassische Konzert nicht schlechter. Das Bach Colleqium München hat gut gespielt aber vor allem die Sänger die Opernausschnitte vortragen durften waren wirklich gut.

Vor allem der Tenor, JunHo You hat die Philharmonie mit seiner Stimme sehr schön gefüllt. Der Sopran war mit Marija Vidovic gut besetzt, allerdings ist die Philharmonie in meinen Augen für Sopransänger eher schwierig. Die im Vergleich zum Nationaltheater technisch und kühl wirkende Akustik macht hohe Passagen schnell zur Gratwanderung zum Kreischigen. Den Bass-Part übernahm Marcell Bakonyi, der von allen dreien am meisten “gespielt” hat und damit ein wenig mehr Operngefühl in die Philharmonie gebracht hat.




continue reading…

VN:F [1.9.13_1145]
Rating: 4.0/5 (1 vote cast)