Klassische Musik und mehr als MP3

Tipps und musikalische Empfehlungen

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Der US-Amerikanische Arrangeur Ward Swingle hat 1963 aus zwei Sopranistinnen, zwei Altistinnen, zwei Tenören und zwei Bässen aus Frankreich ein Oktett zusammengestellt. Dazu kam noch der Kontrabassist Pierre Michelot und der Schlagzeuger Gus Wallez. Was dabei herauskommt ist ebenso bemerkenswert wie hörenswert.

Es ist eine Art Klassik-Jazz Mischung oder neudeutsch “Crossover”, die Johann Sebastian Bach in neuem Licht erstrahlen lässt. Die Swingle Singers verleihen den klassischen Stücken richtig – wie der Name Swingle schon sagt – Swing! Und ja, Bach kann auch Swing! Und er swingt gut. Und je nach Stück, ist es mal eher getragen und ruhig vorgetragen und manchmal mit so viel Dynamik und Elan, dass man zweimal hinhören muss um unter den Jazz-Rhythmen den lieben Herrn Bach herauszuhören.

Die Aufnahmequalität ist trotz fortgeschrittenen Alters der Aufnahme sehr ordentlich, angenehm transparent und räumlich und schönem vollem Bass.

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Kommenden Freitag den 2.4.2010 wird pünklich zu Ostern bzw. am Karfreitag die Matthäus Passion von Johann Sebastian Bach gespielt. Mittags um 14.00 Uhr spielt das Bach Collegium München, der Münchner Bach-Chor und mit Unterstützung des Jugendchors des Münchner Bach Chors unter Leitung von Hansjörg Albrecht. Albrecht übernimmt nicht nur die Leitung sondern spielt auch Cembalo.

Philharmonie, before Keith Jarrett's solo concert
Creative Commons License photo credit: Olivier Bruchez

Die Matthäus Passion ist eines der berühmtesten Werke von Johann Sebastian Bach. Und den spannenden Tenor-Solo-Part übernimmt Daniel Johannsen. Der junge Tenor aus Wien in Österreich (Jahrgang 1978) studierte nach seiner Ausbildung zum Kirchenmusiker an der Wiener Musikuniversität Gesang bei Margit Fleischmann Klaushofer und Lied und Oratorium bei Robert Holl.

2002 erreichte er den zweiten Platz beim 13. Internationalen Johann Sebastian Bach Wettbewerb in Leipzig und war dort auch gleichzeitig der jügste Finalist. Das Konzert verspricht in jedem Fall ein sehr gutes zu werden und ich werde nach dem Konzert genauer darüber berichten.

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Die Johnnes Passion von Johann Sebastian Bach. Ein Meisterstück klassischer Kompositionskunst, das nahezu alle Jahre wieder in den Bestsellerlisten auftaucht. Dieses Mal bin ich über die Interpretation und Aufnahme des Münchner Bach Orchesters von 1964 gestolpert, die aktuell in der Liste bei Amazon im Klassik MP3 Bereich ganz oben dabei ist.

Karl Richters leitet diese Aufnahme und Richter ist mit dem Namen Johann Sebastian Bach nahezu untrennbar verbunden. In dieser Aufnahme sing der Bach Chor gemeinsam mit dem Bach Orchester, wie von Karl Richter gewohnt, serh romantisch-dramatisch. Viele Fachleute halten mittlerweile die Interpretationen von Richter in Bezug auf Bach für veraltet, aber dennoch empfinde ich dass dies klassischen Einspielungen von Karl Richter auch heute noch etwas Besonderes haben. Sie transportieren deutlich mehr Gefühl als die “modernen” und technischen Interpretationen aktueller Dirigenten. Das ist bei vielen Bach-Stücken der Fall, bei der Johannes Passion, also dem vertonten Leidensweg Christi ist das aber von zentraler Bedeutung für das Werk.

Das bach Orchester und der Münchner Bach Chor tun mit Ihrer hohen Klangqualität ein übriges dazu, dass diese Aufnahme besonders ist. Bei den Solisten muss man allerdings auch zur Kenntnis nehmen, dass man solche Stimmen heutzutage in dieser Form nicht mehr bevorzugen würde. Sie sind für den heutigen Geschmack zu dick, zu träge und mit zu viel Vibrato in der Stimme. Das war in den 60er Jahren gefragt und passt auch zur Interpretation von Richter, für unsere Ohren jedoch ist es zumindest gewöhnungsbedürftig.

Die Solisten im Einzelnen sind aber auch keine unbekannten so singt Hermann Prey beispielsweise den Jesus. Ich kann nur jedem Empfehlen, bei Amazon direkt in diese Aufnahme  hinein zu hören und selbst zu entscheiden, ob man diese Aufnahme von Johann Sebastian Bachs Johannes Passion in seiner Sammlang haben möchte.

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Der deutsche Pianis Andreas Staier liefert hier eine hörenswerte Vorstellung. Das hier vorgetragene Klavierwerk von Johann Sebastian Bach besticht durch seine barocke Variationskunst, die Andreas Staier perfekt umsetzt. Das Stück ist hingebungsvoll vorgetragen, die Aufnahmequalität sehr gut und der “Verlust” durch die Komprimierung ins MP3 Format durch die hohe Bitrate von Amazon nicht hörbar und vermutlich nicht mal messbar.

Diese aktuelle Einspielung ist soeben im Handel erschienen und auf jeden Fall einen zweiten Blick wert. Einfach auf der Amazon Seite einmal die Auszüge anhören, das sollte in jedem Fall reichen um einen Eindruck dieser guten Interpretation zu bekommen.

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Am 19.10.2006 wurde diese Debüt-CD von Rebekka Hartmann im Radio (Bayern 4 Klassik) ausführlich besprochen. Die CD besteht aus einer sehr interessante Mischung von Werken für Solo-Violine von Johann Sebastian Bach, Paul Hindemith und Bernd Alois Zimmermann.

Helmut Rohm schreibt auf der Website von Bayern 4 Klassik unter anderem:

“Bald, schon nach den ersten Takten der flüssig und beseelt gespielten Allemande”” wird klar, dass hier eine wirkliche Meisterin musiziert. Schlank und federnd ist der Tonfall, mitreißend gestisch und zugleich intim die Phrasierungskunst. Rebekka Hartmann verwendet kaum Vibrato, spielt gleichsam mit luzider Rhetorik; und sie versteht es, die unversiegbare universelle Kraft und Menschlichkeit der Bachschen Musik aus modernem Geist sinnfällig zu machen.”



Kurz zu Rebekka Hartmann:
Sie wurde 1981 in München geborene und begann im Alter von 5 Jahren mit dem Violinenspiel bei dem Suzuki-Pädagogen Helge Thelen.
Sie hat in München bei Prof. Andreas Reiner sowie in Los Angeles bei Prof. Alice Schoenfeld studiert.
Darüber hinaus besuchte sie weitere internationale Meisterkurse, u. a. mit Rainer Kussmaul, sowie mit Josef Kröner.

Rebekka Hartmann ist Preisträgerin einiger nationaler und internationaler Wettbewerbe, wie „Jascha Heifetz Scholarship“, USA, 2002, „Pacem in Terris“, Bayreuth, 2004 und der Internationale Henri Marteau Violinenwettbewerb 2005.

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